Geschichte des Museums |
Die Geschichte des Museums Vom
9. bis zum 16. Jahrhundert marschierten feindliche Armeen aus Normandie
und später aus Spanien in unsere Gegend ein. Die Einwohner unserer Stadt
hoben Durchgänge unter der Erde aus, wo sie sich verstecken
konnten. Während
des Ersten Weltkrieges war Albert eine wichtige Garnison für die
britische Armee. Von hier aus wurde die britische Offensive geplant, die
am 1. Juli 1916 scheitern würde. Im letzten Jahre des Krieges (1918)
- nämlich zur Zeit der Ludendorff-Offensive -
war die Stadt völlig zerstört. Kurz danach nahm
die
britische Armee Albert zum zweiten Mal. Nach dieser Schlacht blieb nur das
Postamt stehen. (Der rote Pfeil zeigt dieses Gebäude). Ausserdem gab es
nur 19 Familien in Albert am Ende des Krieges. Die
Ruinen der Stadt. Nach
dem Kriegsende (1918) fing man an, neue Industrien aufzubauen. 1922 gründete
Henry POTEZ seine Flugzeugfabrik hier in Albert. 1936 war diese Firma
die erfolgreichste Flugzeugindustrie in Europa. Heute heisst diese
Firma AIRBUS. Ihr Industriegelände liegt am Stadtrand in einem Dorf
namens Méaulte. Vor
dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges entschloss sich der damalige Bürgermeister,
sieben Luftschutzräume ausheben zu lassen; sonst hätten viele Albertins
die Stadt verlassen. Einer dieser Luftschutzräume war 250 Meter lang und
lag zwischen der Basilika und dem Park. Er war der geräumigste Geheimgang,
in dem man sich verstecken konnte. Aus diesem Grund wurden unsere
Museumsausstellungen in diesem Luftschutzraum aufgestellt. Hinter 15
Schaufenstern gibt es Szenen, die das Leben im Schützengraben zur Geltung
bringen. 1991
begann Herr Thierry GOURLIN die Gründung eines Museums zu organisieren.
Mit der finanziellen Hilfe der Gemeinde verwirklichten sich seine Pläne. Das
Museum wurde am 1.Juli 1992 geöffnet. 1992 kamen 10.000 Besucher zu uns.
Im Jahre 2003 besichtigten mehr als 37.000 Personen das Museum (60% der
Besucher kamen aus Grossbritannien). Jedes
Jahr in der Winterpause werden die Ausstellungen verändert. Schon
lange her hiess unsere Stadt Ancre.
In Ancre wurde Lahire (ein enger Freund von Johanna von Orléans (Jeanne
D’Arc) gefangen gehalten. Die Jungfrau von Orléans sprach ein Gebet für
ihn, denn sie hoffte, dass Gott ihn freisetzen würde. Heute
können Sie sein Gefängnis im Museum besichtigen. |